Tierhaarallergie
Dezember 7, 2009 by Anja
Filed under Krankheiten
Eine Allergie ist i.d.R. eine unangenehme Sache, insbesondere wenn man auf das, was man am liebsten hat, verzichten muss, z.B. Haustiere. Ca. 40% aller Allergiker reagieren auf Tiere. Und auch wenn man von einer “Tierhaar-Allergie” spricht, ist auslösend dafür sind nicht die Haare selöber sondern Schweiß, Talg, Speichel, Urin, Kot oder die Hautschuppen der Tiere.
Anzeichen: Häufige Symptome einer Tierhaarallergie sind gerötete Augen, Augentränen oder -jucken, Husten, Fließschnupfen, Niesanfälle und Reaktionen der Haut. Auf jeden Fall sollte bei einem Verdacht auf eine Tierhaarallergie ein Arzt hinzugezogen werden.
Möglichtkeiten für ein allergiefreies Leben
Die Frage “Was kann ich gegen eine Tierhaarallergie tun?” wird häufig gestellt. Heutzutage soll es sogar eine Möglichkeit geben,
die Allergie zu besiegen: Desensibilisierung.
Der Weg zur Heilung ist sehr fraglich, da ihr Erfolg nicht gewährleistet ist. Zudem sollte man bedenken, dass das Ausmaß der Allergie durchaus auch verschlimmert werden könnte.
Bei der Desensibilisierung wird man in einem kurzen Zeitraum ca. 1-2 behandelt. Dabei wird eine geringe Menge des Allergiekums verabreicht wird. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Impfen. Einige Test müssen durchgeführt werden, um zu sehen, ob die Therapie anschlägt. Falls dies nicht der Fall sein sollte, könnte man erneute Behandlungen durchführen lassen.
Zur Ungewissheit, ob die Therapie Wirkung zeigen wird, kommt ein hoher Preis. Sie kann zwischen 600-900 Euro kosten, das varriert zwischen den verschiedenen Ärzten noch.
Tierhaltung trotz Allergie?
Wenn du (d)ein Tier trotzdem (be)halten möchtest, musst du das mit viel Hausarbeit rechtfertigen.
Dazu gehört tägliches saugen, das Tier nicht in den Schlafbereich lassen und es am besten draußen schlafen lassen, sowie viel Zeit draußen mit ihm verbringen. Zudem ist das Händewaschen nach dem Körperkontakt und das Wechseln der Kleidung sehr empfehlenswert.
Hierbei wird an erster Stelle an das Wohl des Menschens gedacht. Dass das Tier darunter leiden könnte, sollte beachtet werden.
Wenn Möglich sollte der Kontakt zum Tier vermieden werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Allergie verschwindet, ist gering, allerdings nicht undenkbar.
Eine weitere Maßnahme sind Medikamente, vor allem Antihistaminika oder Asthma-Medikamente. Die Allergie verschwindet davon leider nicht.
Sie wird nur “überdeckt”, solange bis das Medikament nachlässt.
Es ist nicht empfehlenswert, einen Hund zu halten, wenn man gegen sie allergisch ist. Der Hund könnte und wird vermutlich darunter leiden.
Hunde, auf die man nicht reagiert
Es wäre schön, wenn es Hunde gäbe, auf die man nicht reagiert als Tierhaarallergieker. Doch das Problem liegt wie gesagt darin, dass nicht das Haar,
sondern auf deren Schweiß, Talg, Hautschuppen, Speichel, Urin oder Kot ausschlaggebend sind.
Es gibt Zuchtstätten, in denen Labradoodles (Ein Mischling aus Labrador und Pudel. Der Hintergedanke: Das süße Aussehen eines
Labradors und das wenige Haaren eines Pudels) gezüchtet werden.Sie sollen Anti-Allergisch wirken, doch darauf sollte man sich nicht verlassen.
Natürlich lockt dieses Angebot viele Tierhaarallergieker, doch letztendlich wird mit den Tieren nur ein höherer Profit erschlagen.
Leider kann es uch vorkommen, dass eine Allergie erst auftritt, nachdem der Halter das Tier bereits einige Jahre hatte. Bei einer Freundin trat das erst nach ca 1,5 Jahren auf und wurde dann innerhalb eines guten halben Jahres auch immer schlimmer. So bin ich schließlich zu einer Katze gekommen